Zürich, 6. Mai 2004. Herr und Frau Schweizer telefonieren mit einem Nokia Handy auf dem Swisscom-Netz, surfen auf Bluewin, benutzen dazu einen Dell PC, trinken Nescafé oder Valser-Wasser und greifen zu einem Findus-Produkt. VW steht in der Gunst der Autofahrer nach wie vor am höchsten. Getankt wird vornehmlich Shell. Gewaschen wird mehrheitlich mit OMO in einer Maschine von V-Zug. Das zeigt die neueste Konsumentenbefragung von Reader's Digest. "European Trusted Brands 2004" ist Europas grösste Verbraucherstudie und befragte 30'000 Leserinnen und Leser nach den Marken ihres Vertrauens.
Das Vertrauen, das starke Marken bei den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten geniessen, ist gross und konstant. Bei den Spitzenreitern der Verbrauchergunst gab es dieses Jahr nur fünf Verschiebungen. Bei den Personal Computern verdrängte Dell Compaq vom ersten Platz. Bei den Haushaltsgeräten hat V-Zug die Pole Position von Miele übernommen. Und auch Jura ist neu unter den Top 5 zu finden. Bei den Banken eroberten die Kantonalbanken den Spitzenplatz von Raiffeisen zurück. Omo setzte sich bei den Waschmitteln gegenüber Migros durch, während Migros bei den Milchprodukten Toni ablöste.
Im Zeichen von "Geiz ist geil" erobern in Deutschland Handelsmarken wie Aldi oder Lidl zunehmend mehr Territorium. In der Schweiz hat diese Entwicklung mit Migros und Coop längst stattgefunden. Interessant ist hier vor allem zu beobachten, wie sich die Haus- und Eigenmarken der beiden Detailhandelsriesen durchsetzen. So nimmt die Migros bei Vitaminprodukten, Zahnpasta (Candida), Waschmittel und Kosmetikprodukten eine führende Stellung ein (neuer Spitzenreiter hier: Omo, knapp vor Persil). Stark vertreten ist die Migros auch bei den Mineralwässern (Aproz), dem Kaffee und in der Tiernahrung. Bei den Fertig-gerichten ist Migros gleich zweimal vertreten: Anna's Best ergänzt die eigenen Produkte. Von einem veritablen Siegeszug kann bei Betty Bossi gesprochen werden: Seit Coop die Marke übernommen hat, kletterte sie von Platz 5 und 5 Prozentpunkten auf Platz 2 mit 22 Prozentpunkten, nur noch knapp hinter der Siegerin Frisco-Findus (24%).
Aus der Spitzengruppe gefallen ist dagegen eine andere Traditionsmarke: Maggi, letztes Jahr noch auf Platz 5 der Beliebtheitsskala. In Deutschland dagegen ist Maggi bei den Fertigprodukten Nummer 1.
Erstmals erhoben wurden die Vertrauenswerte beim Versandhandel: Hier führt Ackermann vor Veillon und Jelmoli.
Kein Geschäft ist so lokal wie das der Finanzdienstleister. In den 14 befragten Ländern gab es 14 verschiedene Sieger. Eine interessante Verschiebung gab es bei den Schweizer Banken: Die Kantonalbanken eroberten sich von den Raiffeisenbanken den ersten Platz zurück, UBS und Credit Suisse hielten ihre Plätze 2 und 3.
Grosser Markenstar und einziger Gewinner in allen 14 Ländern ist Nokia bei den Mobil-telefonen, mit enormen Vertrauenswerten von weit über 70 Prozent - und das konstant seit vier Jahren! Nur Visa bei den Kreditkarten und Nivea bei den Körperpflegeprodukten können eine ähnlich starke Stellung für sich beanspruchen.
Mehr Informationen aus der Studie "European Trusted Brands 2004" können auf der Website www.rdtrustedbrands.com abgerufen werden.
Eckdaten der Studie
Die Studie "Reader's Digest European Trusted Brands" zählt zu den grössten Verbraucherumfragen Europas. 2004 erscheint sie bereits zum vierten Mal.
Für die Studie wurden die Abonnentinnen und Abonnenten des Magazins Das Beste-Reader's Digest in 14 europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Finnland, Grossbritannien, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Schweiz, Polen, Russland, Tschechien und Ungarn) schriftlich befragt. Europaweit gab es 30'000 Rückläufe, in der Schweiz 1'400.
Der identische Fragebogen erfasst ungestützte Markennennungen in 29 Produktkategorien (20 international, 9 lokal) und deren Bewertung. Abweichungen in der Alterstruktur wurden durch Selektion und Gewichtung ausgeglichen.
"European Trusted Brands" (ETB) misst europaweit das Markenvertrauen von Verbrauchern und kapitalisiert die Erfahrung von Reader's Digest Kunden als Konsumenten. Die Ergebnisse zeigen auf, wie Marken wirklich in den Köpfen der Konsumenten verankert sind und welche Kriterien für diese Verankerung Bedeutung haben.
Der Fokus der Studie richtet sich auf das Vertrauen der europäischen Bevölkerung in Institutionen, Berufe, Marken und in die Staatspolitik.
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